Luft-Wasser-Wärmepumpe (dezentral)
Ihre Wärmepumpe erwärmt Wasser – für Ihre Heizkörper und Ihr Warmwasser. Sie regeln nur die Raumtemperatur.
Fünf kurze Module. In etwa acht Minuten kennen Sie Ihre Anlage.
Ihr Kurs im Überblick
Fünf kurze Module. Sie können jederzeit unterbrechen und später weitermachen – wir merken uns, wo Sie waren.
Wie funktioniert die Wärmepumpe?
Anders als bei einer Luft-Luft-Anlage geht die Wärme nicht in die Raumluft, sondern ins Wasser.
Eine Außeneinheit pro Wohnung
Ein Monoblock an der Außenwand oder auf dem Balkon gewinnt Wärme aus der Außenluft – ohne Verbrennung, ohne Gas. Er ist etwas größer als ein Klimaaußengerät und mit rund 41 dB(A) auf einen Meter sehr leise. Das Kältemittel bleibt vollständig im Außengerät.
Eine Inneneinheit pro Wohnung
Die Inneneinheit ist etwa so groß wie eine Gastherme und wird – wenn möglich – genau dort montiert, wo vorher Ihre Gasetagenheizung hing. Sie nutzt dieselben Anschlüsse und enthält alle hydraulischen Bauteile samt integriertem Warmwasserspeicher.
Wasser erwärmen
Die Inneneinheit bringt die Wärme in das Heizungswasser Ihrer Wohnung und in den Warmwasserspeicher. Eine intelligente Regelung passt den Betrieb an Ihr Nutzungsverhalten an.
Heizkörper und Dusche
Das warme Wasser fließt in Ihre vorhandenen Heizkörper oder Ihre Fußbodenheizung und kommt beim Duschen aus dem Hahn. Heizkörper werden je nach Bedarf ausgetauscht.
Die Wärme kommt aus der Außenluft, der Strom bringt sie nur auf Temperatur. Deshalb braucht Ihre Wohnung weniger Energie als mit einer Verbrennungsheizung.
Was Ihre Anlage besser kann
Drei Dinge, die eine Verbrennungsheizung nicht leistet.
Aus 1 werden 3 bis 5*
Aus 1 Kilowattstunde Strom entstehen je nach Anlage und Betrieb 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Deshalb braucht Ihre Wohnung deutlich weniger Energie als mit Gas oder Öl.
Keine Verbrennung in der Wohnung
Kein Gas, keine Flamme, kein Abgas und kein Kamin – die Wärme kommt aus der Außenluft.
Wird mit dem Strommix sauberer
Je mehr Strom aus Sonne und Wind kommt, desto weniger CO₂ verursacht dieselbe Anlage. Eine Gasheizung wird nie sauberer.
* Spanne aus Herstellerangaben zur saisonalen Leistungszahl (SCOP) für moderne Wärmepumpen (vgl. LEG Immobilien SE, „Sustainability Factbook 2030“, Update 2025, S. 48). In unabhängigen Feldmessungen des Fraunhofer ISE erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Gebäudebestand im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4; im Altbau-Feldtest „WP-QS im Bestand“ (2022/23) lag der Mittelwert bei 3,3, Bandbreite 2,4 bis 4,0. Der Wert Ihrer Anlage hängt von Gebäude, Wetter und Nutzung ab und ist keine Zusage.
Was das beim Arbeitspreis bedeutet
Modellrechnung mit angenommenen Preisen – keine Preisprognose und keine Kostenzusage für Ihre Abrechnung.*
Strom kostet pro Kilowattstunde mehr als doppelt so viel wie Gas. Weil die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom aber rund drei Kilowattstunden Wärme macht, wird die Kilowattstunde Wärme am Ende günstiger. Ihre tatsächlichen Kosten hängen von Tarif, Wohnung, Wetter und Nutzung ab. Wie viel CO₂ dabei entsteht, hängt vom Strommix ab.***
Das Display an der Inneneinheit
Die Steuerung sitzt am Innengerät hinter der Holztür. Dort stellen Sie ein, wie warm Ihre Wohnung und Ihr Warmwasser sein sollen. Alles Wichtige liegt auf zwei Bildschirmen.
Die wichtigste Regel
Lassen Sie alle Heizkörper geöffnet – in der Regel auf Stufe 5. Die Temperatur Ihrer Wohnung steuern Sie zentral über das Display, nicht über die einzelnen Heizkörper. So läuft die Anlage am effizientesten. Nur als Ausnahme, wenn ein Raum dauerhaft kühler sein soll, drehen Sie diesen einen Heizkörper auf Stufe 2 herunter.
Die Einstellungen, die zählen
Mit diesen Schritten regeln Sie Ihre Wohnung vollständig. Mehr müssen Sie nicht kennen.
Unsere Empfehlung für Ihre Wohnung
So stellen Sie die Anlage einmal ein und lassen sie dann laufen. Diese Werte passen für die meisten Wohnungen – Sie können jederzeit nachjustieren.
So kommen Sie dorthin: Holztür öffnen, Dashboard antippen, Kachel wählen, Modus und Temperatur einstellen, speichern.
Die Betriebsarten
Comfort
Ihre Wohlfühltemperatur für die Zeit, in der Sie zu Hause sind. Einmal einstellen und stehen lassen.
Eco
Die abgesenkte Temperatur, etwa nachts oder tagsüber bei Abwesenheit. Sie kann nie höher liegen als der Comfort-Wert.
Automatik
Die Anlage wechselt nach Zeitprogramm selbstständig zwischen Comfort und Eco. Für die meisten Haushalte die beste Wahl.
Ferien
Für längere Abwesenheit: Die Raumtemperatur wird auf 12 °C abgesenkt, die Wohnung kühlt aber nicht aus.
Aus
Nur der Frostschutz bleibt aktiv. Im Winter bitte nicht verwenden – die Wohnung kühlt sonst aus.
Zusatzeinstellungen für Neugierige
Diese Menüs zeigen Werte an oder greifen tiefer in die Anlage ein. Für den Alltag brauchen Sie sie nicht – wir haben alles passend voreingestellt.
Tipps zum Schluss
Vier Dinge, mit denen Ihre Anlage sparsam und angenehm läuft.
Heizkörper offen lassen
Alle Heizkörper bleiben auf Stufe 5. Geregelt wird zentral am Display, nicht am einzelnen Heizkörper. Nur wenn ein Raum dauerhaft kühler sein soll, drehen Sie diesen einen Heizkörper auf Stufe 2.
Gleichmäßig heizen
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei konstanter Temperatur. Dauerhaft 20–21 °C ist günstiger als heizen, aus, wieder aufheizen.
Heizkörper reagieren träger
Das fühlt sich oft so an – nicht weil die Wärmepumpe langsam wäre, sondern wegen der niedrigeren Vorlauftemperatur. Eine Gas- oder Ölheizung schickt 55–70 °C an den Heizkörper, eine Wärmepumpe je nach Anlage und Außentemperatur eher 30–45 °C. Der Heizkörper wird dadurch nicht schlagartig heiß, sondern gleichmäßig warm.
Warmwasser
Der eingebaute Warmwasserspeicher hält Warmwasser vor. Nach mehreren Duschen hintereinander braucht er etwa 30–60 Minuten zum Nachheizen.
Richtig lüften
Drei Mal täglich fünf Minuten Fenster ganz auf, Thermostat vorher herunterdrehen. Ein dauerhaft gekipptes Fenster kühlt die Wände aus.
Ihre digitalen Thermostate von termios
Digitale Thermostate bauen wir nicht in jedem Projekt ein. Prüfen Sie an Ihrem Heizkörper, ob dort ein Display sitzt – wenn nicht, haben Sie klassische Thermostatköpfe und dieser Abschnitt betrifft Sie nicht.
Warum der Wechsel von Gas auf Strom sinnvoll sein kann
Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Gasheizung Brennstoff. Entscheidend ist nicht der Preis je Kilowattstunde Energie, sondern der Preis je Kilowattstunde Wärme. Stellen Sie das Jahr ein und sehen Sie, wie sich das Verhältnis verschiebt.
So entwickeln sich die Heizkosten je Kilowattstunde Wärme voraussichtlich – abhängig davon, wie schnell der CO₂-Preis steigt.
Was die Preise in den nächsten Jahren treibt
Modellrechnung, keine Prognose für Ihre Wohnung und keine Zusage: Ausgangswerte sind 31,70 ct/kWh Wärmepumpenstrom und 12,13 ct/kWh Gas zum Stichtag 1. April 2025 (Quelle: Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt, „Monitoringbericht 2025“, veröffentlicht am 26. November 2025). Für Strom wird ein konstanter Preis angenommen, für Gas ein CO₂-Preis von 60 €/t (2026), 130 €/t (2030) und 220 €/t (2040) sowie ab 2029 ein Aufschlag von 0,4 Cent je Jahr für Grüngas-Quote und Netzentgelte, begrenzt auf 3 Cent. Emissionsfaktor Erdgas 0,201 kg CO₂ je kWh. Als Mieterin oder Mieter zahlen Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch nach Abrechnung; die Höhe hängt von Wohnung, Wetter, Nutzung, Tarif und Marktentwicklung ab.
Noch Fragen zu Ihrer Anlage?
Wir erklären es Ihnen gern in Ruhe – am Telefon oder per E-Mail.
