Luft-Wasser-Wärmepumpe (zentral)
Eine große Wärmepumpe versorgt das ganze Haus. In Ihrer Wohnung verteilt die Wohnungsübergabestation Wärme und Warmwasser.
Fünf kurze Module. In etwa acht Minuten kennen Sie Ihre Anlage.
Ihr Kurs im Überblick
Fünf kurze Module. Sie können jederzeit unterbrechen und später weitermachen – wir merken uns, wo Sie waren.
Wie funktioniert die Wärmepumpe?
Die Technik steckt im Haus, nicht in Ihrer Wohnung. Bei Ihnen hängt nur die Übergabestation.
Außeneinheit
Ein Monoblock im Außenbereich gewinnt Wärme aus der Außenluft – für alle Wohnungen gemeinsam. Über Rohrleitungen geht diese Wärme in die Heizzentrale.
Heizzentrale
Im Keller stehen Pufferspeicher und Pumpe. Hier wird die Wärme gesammelt und ins Gebäude verteilt.
Wohnungsübergabestation
In Ihrer Wohnung hängt ein kompakter Schrank, die Wohnungsübergabestation. Sie übernimmt drei Aufgaben: Sie trennt Ihre Wohnung vom Heizungsnetz des Hauses, verteilt die Wärme an Ihre Heizkörper und erzeugt Ihr Warmwasser frisch in dem Moment, in dem Sie den Hahn öffnen. Die eingebauten Zähler erfassen dabei genau, was Ihre Wohnung verbraucht.
Heizkörper und Warmwasser
Von der Station geht das warme Wasser zu Ihren Heizkörpern und zu den Zapfstellen in Küche und Bad.
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3: aus 1 Kilowattstunde Strom werden mindestens 3 Kilowattstunden Wärme. Der Wert im Betrieb hängt von Anlage, Gebäude und Nutzung ab.
Was Ihre Anlage besser kann
Drei Dinge, die eine Verbrennungsheizung nicht leistet.
Aus 1 werden 3 bis 5*
Aus 1 Kilowattstunde Strom entstehen je nach Anlage und Betrieb 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Deshalb braucht Ihre Wohnung deutlich weniger Energie als mit Gas oder Öl.
Keine Verbrennung in der Wohnung
Kein Gas, keine Flamme, kein Abgas und kein Kamin – die Wärme kommt aus der Außenluft.
Wird mit dem Strommix sauberer
Je mehr Strom aus Sonne und Wind kommt, desto weniger CO₂ verursacht dieselbe Anlage. Eine Gasheizung wird nie sauberer.
* Spanne aus Herstellerangaben zur saisonalen Leistungszahl (SCOP) für moderne Wärmepumpen (vgl. LEG Immobilien SE, „Sustainability Factbook 2030“, Update 2025, S. 48). In unabhängigen Feldmessungen des Fraunhofer ISE erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Gebäudebestand im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4; im Altbau-Feldtest „WP-QS im Bestand“ (2022/23) lag der Mittelwert bei 3,3, Bandbreite 2,4 bis 4,0. Der Wert Ihrer Anlage hängt von Gebäude, Wetter und Nutzung ab und ist keine Zusage.
Womit haben Sie bisher geheizt?
Damit das Rechenbeispiel zu Ihnen passt. Sie können die Auswahl jederzeit ändern.
Was das beim Arbeitspreis bedeutet
Modellrechnung mit angenommenen Preisen – keine Preisprognose und keine Kostenzusage für Ihre Abrechnung.*
Strom kostet pro Kilowattstunde mehr als doppelt so viel wie Gas. Weil die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom aber rund drei Kilowattstunden Wärme macht, wird die Kilowattstunde Wärme am Ende günstiger. Ihre tatsächlichen Kosten hängen von Tarif, Wohnung, Wetter und Nutzung ab. Wie viel CO₂ dabei entsteht, hängt vom Strommix ab.***
So bedienen Sie richtig
An der Übergabestation stellen Sie nichts ein. Ihr Werkzeug sind die Thermostate.
Thermostat am Heizkörper
Stufe 3 entspricht etwa 20 °C. Damit regeln Sie jeden Raum einzeln.
Heizkörper reagieren träger
Das fühlt sich oft so an – nicht weil die Wärmepumpe langsam wäre, sondern wegen der niedrigeren Vorlauftemperatur. Eine Gas- oder Ölheizung schickt 55–70 °C an den Heizkörper, eine Wärmepumpe je nach Anlage und Außentemperatur eher 30–45 °C. Der Heizkörper wird dadurch nicht schlagartig heiß, sondern gleichmäßig warm.
Wohnungsübergabestation
Nichts verstellen, nichts abdecken, Zugang frei halten. Einmal im Jahr wird der Zähler ausgelesen.
Gleichmäßig heizen und lüften
Temperatur konstant halten und drei Mal täglich fünf Minuten kräftig lüften – so bleibt es warm und trocken.
Welche Temperaturen sind wann empfohlen?
Diese Werte gelten für alle Thermostate an Ihren Heizkörpern – ob klassisch oder digital.
Die Stufen sind Richtwerte: Stufe 3 entspricht etwa 20 °C, jede Stufe darüber oder darunter etwa 4 °C. Je nach Thermostatkopf kann die Zuordnung leicht abweichen – maßgeblich ist die Temperatur.
Damit die Heizkörper effizient arbeiten, sollten sie vor jeder Heizperiode entlüftet werden. Melden Sie sich dafür bei uns – wir übernehmen das.
Thermostat ausprobieren
Drehen Sie am Thermostat und sehen Sie, welche Raumtemperatur hinter welcher Stufe steckt.
Perfekt eingestellt. So läuft Ihre Anlage sparsam und angenehm.
Ihre digitalen Thermostate von termios
Digitale Thermostate bauen wir nicht in jedem Projekt ein. Prüfen Sie an Ihrem Heizkörper, ob dort ein Display sitzt – wenn nicht, haben Sie klassische Thermostatköpfe und dieser Abschnitt betrifft Sie nicht.
Ihre Ideal-Einstellung
Warum der Wechsel von Gas auf Strom sinnvoll sein kann
Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Gasheizung Brennstoff. Entscheidend ist nicht der Preis je Kilowattstunde Energie, sondern der Preis je Kilowattstunde Wärme. Stellen Sie das Jahr ein und sehen Sie, wie sich das Verhältnis verschiebt.
So entwickeln sich die Heizkosten je Kilowattstunde Wärme voraussichtlich – abhängig davon, wie schnell der CO₂-Preis steigt.
Was die Preise in den nächsten Jahren treibt
Modellrechnung, keine Prognose für Ihre Wohnung und keine Zusage: Ausgangswerte sind 31,70 ct/kWh Wärmepumpenstrom und 12,13 ct/kWh Gas zum Stichtag 1. April 2025 (Quelle: Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt, „Monitoringbericht 2025“, veröffentlicht am 26. November 2025). Für Strom wird ein konstanter Preis angenommen, für Gas ein CO₂-Preis von 60 €/t (2026), 130 €/t (2030) und 220 €/t (2040) sowie ab 2029 ein Aufschlag von 0,4 Cent je Jahr für Grüngas-Quote und Netzentgelte, begrenzt auf 3 Cent. Emissionsfaktor Erdgas 0,201 kg CO₂ je kWh. Als Mieterin oder Mieter zahlen Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch nach Abrechnung; die Höhe hängt von Wohnung, Wetter, Nutzung, Tarif und Marktentwicklung ab.
Noch Fragen zu Ihrer Anlage?
Wir erklären es Ihnen gern in Ruhe – am Telefon oder per E-Mail.
